Homöopathie Software RepertoriX® 7
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Symptombeschreibungen lesen und verstehen
siehe Seite (Fenster) in RepertoriX:
A.1 und A.1.1
A) Zeichenerklärung:


1. Symptombeschreibungen:

AW: Art und Weise (Modalitäten)
... (B) Besserung
... (V) Verschlimmerung
... (F) Frau
... (M) Mann
... (n) nachher
... (v) vorher
... (w) während
(n),(v),(w) beziehen sich immer auf das 1. linke naheliegende

2. Symptomzeilen allgemein (siehe Symptomauswahl A.1.1):

... (Zahl) Zahlenangabe am Zeilenende = in RepertoriX
vorhandene Mittel für diese Symptombeschreibung
... [...] L Navigationslink = Mausklick führt zur gewünschten
Symptombeschreibung
...? [...] L Teil einer Navigationslinkgruppe = Wegweiser für
mehrdeutige Suchbegriffe


B) Wissenswertes zum Aufbau der Symptom-Auswahlliste:


Die RepertoriX-Symptom-Auswahlliste ist eine umfangreiche Sammlung von Symptom-Beschreibungen (Symptom-Bereichen), die viele Optimierungen für den Programm-Anwender enthält, die so nur in einem Computer-Programm umgesetzt werden können und auch nur dort sinnvoll sind. Die meisten dieser Optimierungen dienen dem Zweck, dem Anwender die (schnelle) "Auffindbarkeit" der Symptom-Beschreibungen zu erleichtern.

1. verbesserte Auffindbarkeit durch:

1.1 integriertes Kopf-zu-Fuß-Schema:

Viele Anwender sind es von ihren Büchern her gewohnt, nach einem Kopf-zu-Fuß-Schema vorzugehen (zu suchen). In RepertoriX ist ein solches Schema integriert. Dieses Schema ist aber auch gerade für Anwender geeignet, die sich mit dem Aufbau der Symptom-Auswahlliste noch nicht auskennen.

1.2 Eingabe von umgangsprachlichen Bezeichnungen:

Die Eingabe von umgangsprachlichen Bezeichnungen führt entweder direkt zum Ziel (separate Symptom-Beschreibung), oder durch entsprechende Links zu vorhandenen "sinngleichen"
Symptom-Beschreibungen.

1.3 Eingabe von medizinischen Fachausdrücken:

Ähnlich wie bei einem therapeutischen Index, kann der Anwender auch direkt über medizinische Fachausdrücke suchen. Die meisten (der häufig gebrauchten) Fachausdrücke
sind in ReprtoriX vorhanden. Oft verwendete Fachausdrücke haben eigene Symptom-Beschreibungen, weniger oft verwendete führen durch entsprechende Links zum gewünschten Ziel.

1.4 sonstige Suchbegriffe:

Eher unübliche Suchbegriffe oder "nicht eindeutige" führen (insofern sie in der List überhaupt enthalten sind) zu entsprechenden Links oder sogar zu einer (Navigations-) Linkgruppe.

1.5 Dubletten anstelle von Navigationslinks:

Aus den obigen Erklärungen ergibt sich bereits , dass in der Symptom-Auswahlliste etliche Dubletten (vom Sinn her völlig identische Symptom-Beschreibungen) vorhanden sind.
Dubletten sind immer dann vorhanden, wenn es sich um "allgemein häufig verwendete" Suchbegriffe handelt.
Beispiel: "Gebärmutter ..." und "Uterus ..." sind Dubletten. Hier wäre der Weg über einen Navigationslink unnötig lang.

2. weitere Hinweise:

Anwender wundern sich manchmal, dass in bestimmten Symptom-Bereichen sehr viele Mittel einsortiert sind (direkt erkennbar an der Zahlenangabe am Zeilenende), obwohl dafür scheinbar (!) keine Entsprechung innerhalb der Fachliteratur zu finden ist:


2.1 die "logische Einsortierung" von Mitteln:

Bestimmte Symptom-Bereiche enthalten Mittel, die "logisch einsortiert" wurden. Diese "logische Einsortierung" ist eine Optimierungsmethode die sich nicht auf die Suche
innerhalb der Symptom-Auswahlliste bezieht, sondern direkt auf die Suchergebnisse. Die "logische Einsortierung" sorgt für deutlich bessere Suchergebnisse, ohne dass der Anwender
sich darum kümmern muß.

2.1.2 Was ist die "logische Einsortierung"?

Dies läßt sich an einem Beispiel am besten verdeutlichen: Innerhalb des Symptom-Bereichs "Finger: Gelenke, entzündete" sind Mittel logisch einsortiert. D.h., es sind Mittel aufgeführt, die bestimmte Autoren innerhalb der Fachliteratur ganz speziell für dieses Symptom angeben, aber eben auch die Mittel, die "sowieso" und "allgemein" für Gelenkentzündungen stehen
(= "logisch einsortierte Mittel"). Es wäre ja unsinnig, gerade die altbewährten Mittel für
Gelenkentzündungen bei den Fingergelenken auszuschließen!

2.1.3 Logische Einsortierung überall?

Nein. In RepertoriX wurde die logische Einsortierung nur da vorgenommen, wo es wirklich sinnvoll und vertretbar ist und sie möglichst nicht zu Mißverständnissen führt.

2.1.4 Was ist zu tun?

Um die logische Einsortierung braucht sich der Anwender nicht kümmern, sondern um das genaue Gegenteil: Symptom-Bereiche die sehr wenige Mittel oder sogar nur ein Mittel enthalten, enthalten keine logisch einsortierten Mittel. Genau aus diesem Grund können
manche Suchergebnisse unbefriedigend sein, d.h. es werden zu wenig Übereinstimmungen gefunden. Um diese Suchergebnisse zu verbessern, kann der Anwender bei der Symptom-Auswahl entsprechend allgemeinere Symptom-Beschreibungen (je nachdem was noch sinnvoll ist) seiner Symptom-Liste hinzufügen.

Beispiel:

Symptom-Liste enthält:
"
Fieber, um 11.00 Uhr"
"
Daumen: Gelenk, entzündetes"
Die Zahl am Zeilenende (innerhalb der Symptom-Auswahl) verspricht kein gutes Suchergebnis, weil einfach zu wenige Mittel in diesen "sehr speziellen" Bereichen vorhanden sind.
Sinnvollerweise könnte der Anwender das Suchergebnis verbessern, indem er zusätzlich z.B. folgende Symptome in seine Liste aufnimmt:
"
Fieber, vormittags" (enthält auch logisch einsortierte Mittel) und
"
Finger: Gelenke, entzündete"

2.1.5 Was kann man falsch machen?

Grundsätzlich erstmal wenig! Das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie bietet ja grundsätzlich bei der Mittelsuche einigen Spielraum! Der Anwender kann darauf achten, die Symptom-Beschreibungen nicht nur sehr speziell auszuwählen, aber auch nicht zu allgemein!
Weder das Grundwissen, noch das, innerhalb der Homöopathie, notwendige "Gespür", kann RepertoriX ersetzen.


2.2 die "therapeutische Einsortierung" von Mitteln:
---------------------------------------------------

Genau wie die "logische Einsortierung" ist die "therapeutische Einsortierung" eine Optimierungsmethode, die das Suchergebnis positiv beeinflußt.

Beispiel:
Ein Mittel, dass explizit das Symptom "Vorliebe für alkoholische Getränke" enthält, wird in
RepertoriX auch unter "Alkoholismus" einsortiert. Und zwar keineswegs deshalb, weil dieses Mittel in "materieller Substanz" Alkoholismus "verursachen" würde, sondern einfach weil dieses Mittel (homöopathisch) bei Alkoholismus beachtet werden "kann".

Erfahrenen Homöopathen ist diese Vorgehensweise bekannt. Viele Autoren, wie z.B. Boericke, "vereinfachen" gerade auf diese Art und Weise die Mittelsuche erheblich.

2.2.1 Was ist zu beachten?

Bei der Auswahl von Symptom-Beschreibungen, die "Krankheitsbezeichnungen" enthalten, ist keineswegs damit gemeint, dass die zugehörigen Mittel in "materieller Dosis" diese Krankheiten auslösen. Gemeint ist: Diese Mittel "können" Beachtung bei diesen
Krankheiten finden (= hinweisender Charakter der Symptom-Beschreibung und des Suchergebnisses)!

Wichtig:

DIE VERANTWORTUNG FÜR DIE GEEIGNETE AUSWAHL DER SYMPTOM-BESCHREIBUNGEN UND DIE ANSCHLIESSENDE INTERPRETATION DER SUCHERGEBNISSE MUSS UND KANN IMMER NUR BEIM THERAPEUTEN LIEGEN. SUCHERGEBNISSE SIND GEGEBENENFALLS ANHAND WEITERER INFORMATIONSQUELLEN NACHZUPRÜFEN!

auch an dieser Stelle nochmals erwähnt:

RepertoriX ist ein Computerprogramm, dass die Mittelsuche erheblich erleichtern kann. Umfangreiche Computerprogramme können Fehler enthalten. RepertoriX ist sehr umfangreich.
Die Anwendung der Homöopathie, die Verantwortung für die Gesundheit anderer oder die Eigenverantwortung, die Wirksamkeit homöopathischer Mittel, ..., all das ist
selbstverständlich nicht Bestandteil von RepertoriX! Um Suchergebnisse von RepertoriX interpretieren zu können, muß der Anwender über ausreichendes Fachwissen verfügen!


C) Beispiele für das Lesen und Verstehen von Einzelsymptombeschreibungen:

Während die meisten Einzelsymptombeschreibungen in RepertoriX eindeutig und leicht zu verstehen sind, gibt es einige, bei denen etwas näher hingeschaut werden sollte. Es sind dies
die Symptombeschreibungen, die folgende Abkürzungen enthalten:

(n) = nachher
(v) = vorher
(w) = während

(B) = Besserung
(V) = Verschlimmerung

(F) = Frau
(M) = Mann

Regel: Abkürzungen beziehen sich immer auf den Text direkt vorher (=links daneben):


Beispiel:

Magen, schmerzhafter: Erbrechen,(n)

umgangssprachlich:
Magenschmerzen mit anschließendem Erbrechen



Beispiel:

Magen, schmerzhafter: Erbrechen,(v)

umgangssprachlich:
Magenschmerzen, vorher Erbrechen
ist identisch mit:

Erbrechen: Magen, schmerzhafter,(n)

umgangssprachlich:
Erbrechen gefolgt von Magenschmerz



Beispiel:

Magen, schmerzhafter: Erbrechen,(w)

umgangssprachlich:
Magenschmerzen während des Erbrechens
ist identisch mit:

Magen, schmerzhafter: Erbrechen

D.h. die Abkürzung (w) wird oft auch einfach weggelassen !
Sie dient in RepertoriX der zusätzlichen Verdeutlichung der Gleichzeitigkeit.



Beispiel:

Magen, schmerzhafter, (F)

umgangssprachlich:
Magenschmerzen bei Frauen
ähnlich dazu wäre:

Magen, schmerzhafter, (M)

umgangssprachlich:
Magenschmerzen bei Männern
Hinweis:
(F) und (M) sind in RepertoriX aber auch als separate Unterkategorien vorhanden.
Vorhandene "gruppenspezifische" Kategorien sind z.B:
-Frau-
-Schwangerschaft-
-Mann-
-Kinder-
-Alte Menschen-



Beispiel:

Magen, schmerzhafter,(B): Erbrechen

gelesen:
Besserung des Magenschmerz durch: Erbrechen
umgangssprachlich:
Magenschmerzen werden durch Erbrechen erleichtert / gelindert



Beispiel:

Magen, schmerzhafter,(V): Erbrechen

gelesen:
Verschlimmerung des Magenschmerz durch: Erbrechen
umgangssprachlich:
Magenschmerzen werden beim Erbrechen intensiver / heftiger
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